„Freiwillige vor 2026“ hieß es bei der Infoveranstaltung des Herner Caritasverbandes am Dienstag, 14. April 2026, im Caritas Centrum in Herne-Mitte. Die Caritas-Mitarbeiterinnen Elisabeth Bruns (Personalabteilung) und Stephanie Deutsch (Schulbetreuung) gaben einen Überblick über die Rahmenbedingungen von Bundesfreiwilligendienst und Freiwilligem Sozialen Jahr und beantworteten die individuellen Fragen der Besucher:innen. Paula Schmidt, die aktuell ihren Bundesfreiwilligendienst an der Offenen Ganztagsschule der Grundschule Kunterbunt absolviert, berichtete von ihren persönlichen Erfahrungen der letzten Monate.
Ein BFD oder FSJ bietet die Möglichkeit, sich sozial zu engagieren und gleichzeitig wertvolle berufliche und persönliche Kompetenzen zu erwerben oder zu vertiefen. Die freiwillige Tätigkeit kann bei der beruflichen Orientierung helfen oder die Zeit bis zum Studium oder Ausbildungsbeginn überbrücken. Paula Schmidt berichtet, dass ihr der Freiwilligendienst in der OGS bei der Entscheidung für ein Grundschullehramtsstudium geholfen hat: “Nach dem Abitur war ich mir nicht sicher, ob es das richtige Studium für mich ist und die Arbeit mit jüngeren Kindern wirklich zu mir passt. Der Freiwilligendienst hat mich bestätigt, dass ich genau das machen möchte.“
„Der Freiwilligendienst ist eine Win-win-Situation für alle Beteiligten“, sagt Elisabeth Bruns, die beim Caritasverband für die Freiwilligendienste zuständig ist. „Die jungen Leute erhalten einen guten Einblick in die Arbeit eines Wohlfahrtverbandes und lernen die Tagesabläufe des jeweiligen Bereiches kennen. Und für die betreuten Schulkinder und hilfebedürftigen Menschen bedeutet die zusätzliche Unterstützung bei der täglichen Arbeit natürlich auch eine Bereicherung.“
Für den kommenden Jahrgang 2026/2027 sind noch einige freie Plätze beim Herner Caritasverband zu vergeben. Im Sommer 2026 ergibt sich durch die Rückkehr von G8 (achtjährige Gymnasialzeit) auf G9 (neunjährige Gymnasialzeit) eine besondere Situation. „Durch den Ausfall eines kompletten Jahrganges an den Gymnasien werden deutlich weniger junge Menschen ihr Abitur machen“, so Bruns. „Aber ein Freiwilliges Soziales Jahr oder ein Bundesfreiwilligendienst ist nicht nur für Abiturient:innen, sondern auch für alle anderen Schulabgänger:innen geeignet.“
Mögliche Tätigkeitsgebiete sind die Bereiche „Offener Ganztag an Grundschulen“ in Herne und Wanne-Eickel, „Seniorenwohngemeinschaften“ in Herne und Wanne-Eickel, „Möbelhof" in Herne, „Verwaltung Ambulante Pflege“ in Herne und Castrop-Rauxel sowie „Tagespflege St. Barbara“ in Herne. Der Freiwilligendienst im Bereich „Schulbetreuung“ beginnt kurz vor dem Ende der Sommerferien am 31. August 2026, in den übrigen Bereichen startet er am 1. August oder 1. September 2026.
Begleitend zum praktischen Einsatz finden einwöchige Seminare statt. Das monatliche Taschengeld beträgt 530 Euro pro Monat. Die Beiträge zur Sozialversicherung übernimmt der Caritasverband. Weitere Fragen beantworten Elisabeth Bruns, 02323 92960-14, e.bruns(at)caritas-herne.de, und für die Schulbetreuung Stephanie Deutsch, 02323 92960-933, s.deutsch(at)caritas-herne.de.